Grenzen der DemokratieDemocracyNet is happy to invite you to the opening event of our event series Democracy: Bridging Facts and Norms, a podium discussion in German on the limits of democracy, on Wednesday, November 18 in the Main Building of the University of Zurich, Room KOL-G-201.
Moderated by Daniel Binswanger (Das Magazin), the debate will feature Prof. Daniele Caramani, Prof. Francis Cheneval, Rosmarie Quadranti (BDP) and Rudolf Strahm (SP).
This opening event will be followed by an Apéro in the Lichthof.
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DemocracyNet lädt herzlich ein zu unserer Eröffnungsveranstaltung der Veranstaltungsreihe Democracy: Bridging Facts and Norms, eine Podiumsdiskussion über die Grenzen der Demokratie am Mittwoch, 18. November im Hauptgebäude der Universität Zürich.
TeilnehmenrInnen:
Daniele Caramani (UZH)
Francis Cheneval (UZH)
Rosmarie Quadranti (BDP)
Rudolf Strahm (SP)
Moderation: Daniel Binswanger (Das Magazin)

Mit gewissen Beispielen wird klar, dass die Demokratie nicht einfach gegeben ist, sondern sich immer in Spannungsverhältnissen befindet. Die Beispiele solcher spannungsgeladenen Grenzen sind vielfältig: Während die territorialen Grenzen eines Nationalstaates die repräsentative Konstituierung des „Demos“ bzw. des „Volkes“ überhaupt ermöglichen, ist die Nation in die EU und weitere globalisierte Märkten und supranationale Rechtsordnungen eingebunden. Während das Bürgerrecht auf politische Partizipation durch den Nationalstaat gewährleistet wird, werden grosse Anteile der realen Bevölkerung vom Demos bzw. vom „Volk“ faktisch ausgeschlossen – obwohl sie den Staat und die öffentliche Infrastruktur mitfinanzieren. Während eine minimale Grenze an Wohlstand für eine funktionierende Demokratie notwendig ist, führt die globalisierte Marktwirtschaft zu sozialer Ungleichheit und Marktzwängen, welche die Partizipation der Bürger und die nationalstaatliche Handlungsspielräume begrenzen. Während der öffentliche Raum erst durch die Medienfreiheit und -vielfalt ermöglicht wird, können die Besitzverhältnisse der Medien und ein einfacher, populistischer Kommunikationsstil den öffentlichen Diskurs, gegenseitiges Vertrauen und kollektives Handeln zerstören. Und schliesslich: während freiheitliche Gesellschaften auf unverrückbaren Grundrechten basieren, wird gerade in der Schweiz oft diskutiert, inwiefern Demokratien diese Grundrechte „selbstbestimmt“ hinterfragen und ändern können.

Demzufolge ist es nicht immer eindeutig, ob eine Grenze für die Demokratie per se „gut“ oder „schlecht“ ist. Das Ziel dieser Diskussion ist, diese Spannungsverhältnisse der Demokratie zwischen Idealen und Gegebenheiten genauer zu analysieren und darüber zu diskutieren, wo die Grenzen der Demokratie eigentlich sind, und wo sie sein sollen.

Anschliessend Apero

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